Wie können leerstehende Gebäude zu neuem Leben erweckt werden? Diese Frage führte uns am vergangenen Mittwoch nach Münnerstadt. Auf Einladung der bundesweiten Kleinstadt Akademie nahm unsere Sprecherin Anni Sander an einem intensiven Erfahrungsaustausch teil, um über unser Herzensprojekt – die Nachnutzung der ehemaligen Druckerei in Dießen – zu berichten.
Gemeinsam statt einsam: Impulse aus ganz Deutschland
In Münnerstadt wurde deutlich, dass wir mit unseren Herausforderungen nicht alleine sind. Während wir in Dießen die Ideenwerkstatt zur Nachnutzung der Druckerei vorangetrieben haben, stemmen andere Kleinstädte ähnliche Projekte:
- Ebern hat eine ehemalige Kaserne in einen Gewerbepark mit 40 Unternehmen verwandelt.
- Gudensberg wandelte einen alten Supermarkt in ein modernes Begegnungszentrum um.
- Münnerstadt nutzt sein ehemaliges Berufsbildungszentrum (BBZ) aktuell als Montessori-Schule und Schülerhort, um Leerstand zu vermeiden und "graue Energie" zu erhalten.
Anni präsentierte in Münnerstadt Dießens Ansatz der Ideenwerkstatt, sowie unser Konzept für die Huber-Häuser, das aus einer starken Bürgerinitiative heraus entstanden ist.
Was wir aus dem Austausch mitnehmen
Der Austausch hat uns in unserer Arbeit bestärkt. Drei wesentliche Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung in Dießen sind:
- Mut zum Start: Es ist immer besser, komplexe Projekte anzugehen, statt aus Sorge vor der Komplexität untätig zu bleiben.
- Netzwerke nutzen: In Kleinstädten helfen die kurzen Wege – man kennt sich aus dem Verein, dem Stadtrat oder der Feuerwehr. Das macht pragmatische Lösungen oft erst möglich.
- Zusammenarbeit: Kommunen, private Akteure und gemeinwohlorientierte Entwickler müssen eng an einem Strang ziehen.
Wir freuen uns darauf, die frischen Impulse aus der Kleinstadt Akademie in unsere nächsten Schritte für die Kulturwerkstatt einfließen zu lassen!
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