Stehender Applaus nach der Präsentation unseres Konzeptes in der Carl-Orff-Schule
Wer auch immer den Zuschlag bekommt: dass uns Dießenern die Huber-Häuser am Herzen liegen, dass wir dieses denkmalgeschützte Juwel mitten im Ortskern gemeinsam schützen, mit Leben füllen und langfristig als einen Ort für Alle entwickeln wollen und bereit sind, uns dafür mit aller Kraft und Schwarmkompetenz einzusetzen – die Botschaft ist am Dienstag Abend angekommen. Allein schon das große Interesse der Bevölkerung sprach für sich: Der Saal war gesteckt voll – und neben der Bürgermeisterin haben wir auch viele Gemeinderäte und Gemeinderätinnen unter den interessierten Zuhörern entdeckt.
Michael Haag, Christian Skrodzki, Annette Rießner und Anni Sander trafen mit ihren klaren Botschaften bei den Zuhörern den richtigen Nerv. Foto: Sabine Jakobs
Der große Zuspruch nach unserer Präsentation, die vielen Anfragen und Kontaktaufnahmen, die uns seitdem von allen Seiten erreichen, nehmen wir als Lohn für die anstrengende Zeit der Konzepterarbeitung, aber vor allem als klares Zeichen dafür, dass wir mit unserem Ansatz auf dem richtigen Weg sind. Das wir Dießener nämlich diesen besonderen Ort der Huberhäuser aus eigener Kraft entwickeln wollen und nicht an fremde Investoren verkaufen. Dass wir dafür ungeheuer viel kreative Ideen und Sachkompetenz bereits in Dießen haben. Und das wir das alles nutzen sollten und mit Unterstützung des so hochkarätigen Beraters wie Christian Skrodzki, dessen Herz als Heimatentwickler für bürgernahe und niederschwellige Genossenschaftsprojekte schlägt, auch finanziell realistisch umsetzen können. Das wir – neben der staatlichen Förderung - also nicht auf Bauherrenmodelle setzen, sondern auf eine genossenschaftliche Finanzierung, die es grundsätzlich allen ermöglicht, sich zu beteiligen, sich mit den Huberhäusern als Dießener oder Dießenerin zu identifizieren und mitzusprechen.
Aus dem Ärmel geschüttelt ist unser Konzept mitnichten. Monatelang hatten wir auf den Termin hingearbeitet, unzählige Expertisen eingeholt, in verschiedensten Konstellationen die unterschiedlichsten Finanzierungsansätze durchdiskutiert – und am Schluss einen Entwurf vorgestellt, der es ermöglicht, die Huberhäuser zu einem Ort der Begegnung werden zu lassen, wo Vereine, Kunstschaffende, Gewerke, Co-Worker, Kinder und Jugendliche aber auch Mieter auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum gleichermaßen ihr Zuhause finden.
Fundiertes Wissen trifft Leidenschaft: Unser Vortrag versuchte in 20 Minuten zusammenzufassen, was über Monate erarbeitet wurde. Foto: Sabine Jakobs
Ein Konzept, dass offen genug ist, um mit allen Interessierten daran weiterzuarbeiten. Sollten wir den Zuschlag erhalten, möchten wir mit allen die sich engagieren wollen in einen gemeinsamen Prozess einsteigen und die nächsten Schritte gemeinsam gehen – solange sie unserer Grundidee folgen: niederschwellig zu sein, Menschen mit kleinen Geldbeuteln, freie Kunstschaffende, die sich keine teuren Ateliers leisten können junge Menschen und ihre Bedürfnisse etc. zu berücksichtigen und die Huber Häuser als identitätsstiftenden Ort für Dießen zu begreifen.
Wer sich das Konzept noch einmal im Detail anschauen möchte, kann es sich hier auf der Website runterladen. Ans Herz legen möchten wir auch das Interview zum Thema Genossenschaft mit Christian Skrodzki, der uns in seiner Funktion als externer Berater immer wieder auf den Teppich geholt hat, uns mahnend die Größe des Projekts – aber auch das enorme Potential - unseres Industriedenkmals Huber Häuser vor Augen gehalten hat, der uns aber auch immer Mut gemacht hat: „Was andere schaffen, dass schafft Ihr auch!“
Der Saal ging mit: das Team der Kulturwerkstatt wurde gefeiert und kaum vor der Vortrag vorbei, meldeten sich bereits die ersten Interessenten zum mitmachen. Foto: Sabine Jakobs
Nun ist der Ball bei der Gemeinde: Die Bürgermeisterin hat in ihrer Abmoderation der Veranstaltung am Dienstag darauf hingewiesen, dass die Verwaltung nun Zeit braucht, um die fünf eingereichten Konzepte im Detail zu prüfen. Wir werden die Zeit nutzen, um weiterhin Werbung für unser Konzept der Huber-Häuser als Begegnungs- und Kreativ-Ort für Alle zu machen. Wir werden uns dafür stark machen, dass die Huber-Häuser in dieser Zeit zumindest von der Öffentlichkeit besichtigt werden können, damit sich jeder von der Schönheit und dem Potential inspirieren und anstecken lassen kann. Wir werden uns für die besonders von der Kunstanstalt geforderten Möglichkeiten der Zwischennutzung einsetzen. Und wir werden ganz grundsätzlich Druck machen, dass es nun zeitnah weiter geht.
Die Huberhäuser wollen belebt werden und wir wollen loslegen – wenn man uns lässt. Unser Elan ist nun, wo wir so viel Unterstützung aus der breiten Bevölkerung erhalten, größer denn je.
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